Halligmond

Hallig Langeneß, letzten Donnerstag, 22 Uhr:
Der Mond spiegelt sich im Wattenmeer,
alles so friedlich und still…

 

Wie liegt im Mondenlichte
begraben nun die Welt;
Wie selig ist der Friede,
der sie umfangen hält! 

Die Winde müssen schweigen,
so sanft ist dieser Schein;
sie säuseln nur und weben
und schlafen endlich ein. 

Wie bin ich solchen Friedens
seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
der liebevolle Mond!

(Theodor Storm)

20200507_06851

Ans Haff nun fliegt die Möwe,
und Dämmrung bricht herein;
über die feuchten Watten
spiegelt der Abendschein. 

Graues Geflügel huschet
neben dem Wasser her;
wie Träume liegen die Inseln
im Nebel auf dem Meer. 

Ich höre des gärenden Schlammes
geheimnisvollen Ton,
einsames Vogelrufen –
so war es immer schon. 

(Theodor Storm)
(* 14.09.1817, † 04.07.1888)

Kategorien:Nordsee

7 replies »

  1. Wieder so ein schönes Foto! Die friedliche Abendstimmung auf der Hallig für uns festgehalten. Und sogar mit passenden Storm-Texten untermauert.

    Es gibt Hoffnung, das bald wieder live zu erleben.

  2. Du übertriffst dich wieder einmal selbst! Mit einem großartigen Foto und mindestens so großartigen Worten, die es hervorragend umrahmen.

    Gruß ins kleine Paradies
    Marion

  3. Ganz, ganz, ganz tolles Foto, lieber Helmut (und Storm ja sowieso ganz, ganz, ganz toll).
    Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir, Stefanie

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